Gaskosten: Durch den Vergleich der Gastarife kann man vie Geld sparen

In Deutschland nutzen etwa 20 Millionen Haushalte Gas zum Heizen, Kochen oder um warmes Wasser aufzubereiten. Beim Heizen mit Gas fallen die größten Gas Kosten an, die die örtlichen Grundversorger meist mit einem Heizgastarif abzufedern versuchen, der günstigere Gaskosten beinhaltet, als der Grundversorgungstarif. Jedoch lohnt sich ein regelmäßiger Preisvergleich, da Anbieter Gaspreise mit unterschiedlichstem Niveau anbieten.

Wie kommen die Gas Kosten zu Stande?

Gaskosten - Anbieter sind in der Kostengestaltung kaum gebunden

Der Vergleich unterschiedlicher Gasversorger zeigt es: Gastarife haben eine enorme Spanne und wer regelmäßig einen Gaspreisvergleich durchführt und die Gaspreisentwicklung im Auge behält, kann erhebliche Kosten sparen. Der Grund für die starken Schwankungen ist, dass Anbieter beim Gaspreis relativ frei in der Preisgestaltung sind. Maßgebend für die Gaskosten für Privatkunden sind diese Faktoren:

  • Einkaufspreis für Energieanbieter
  • Gewinnanteil des Unternehmens
  • Entgelte für Netzwerkbetreiber
  • Konzessions- und Förderabgabe
  • Erdgassteuer und Umsatzsteuer
  • Kosten für Vertrieb, Vermarktung usw.

Jedoch kann der Gasanbieter nicht alle Faktoren beeinflussen. Die Gewinnspanne und die Vertriebskosten bestimmt er aber individuell.

Gaskosten berechnen und vergleichen

Die jährlichen Gaskosten setzen sich aus dem Jahresverbrauch und dem Tarif zusammen. Um Ihren durchschnittlichen Verbrauch einschätzen zu können, können Sie Ihren Rechnungen der letzten Jahre entnehmen, wie viel Gas Sie jährlich verbraucht haben. Zur Berechnung und zum Gasvergleich sollten Sie immer den Verbrauch in Kilowattstunden heranziehen. Die Gaskosten pro Kilowattstunde entnehmen Sie Ihrem Vertrag.

Diese können Sie problemlos mit anderen Gasanbietern vergleichen, da dies die Standard-Einheit ist, in der die Gaskosten aufgeführt werden. Zum genauen Gastarifvergleich multiplizieren Sie die Gas Kosten pro Kilowattstunde der Anbieter mit Ihrem jährlichen Gasverbrauch. Wenn Sie Ihren Verbrauch anhand der Gasrechnung nicht einschätzen oder ablesen können, haben wir Ihnen eine Tabelle mit Richtwerten zusammengestellt.

 

Haushaltsgröße Gasverbrauch (kWh/Jahr)
Wohnungsgröße 30 m² 4.000 kWh
Wohnungsgröße 50 m² 7.000 kWh
Wohnungsgröße 100 m² 14.000 kWh
Reihenhaus 20.000 kWh
Einfamilienhaus 30.000 kWh

 

Zum Gastarifvergleich stehen Ihnen zahlreiche Gaspreisrechner zur Verfügung, bei denen Sie Ihre Postleitzahl und Ihren jährlichen Gasverbrauch eingeben. Auf unserer Homepage können Sie außerdem gleich die Gas Kosten zu Ihren Daten einsehen. Einfach alle Felder ausfüllen und Gaspreis berechnen lassen.

Neben dem Gaspreis können außerdem noch weitere Faktoren für einen Gasanbieter sprechen. Meist schneiden günstige Anbieter nicht am besten ab. Denn Anbieter, die Gas zu günstigen Preisen anbieten, haben oftmals eine zwölfmonatige Mindestvertragslaufzeit. Teurere Anbieter hingegen ermöglichen einen ständigen Anbieterwechsel. Wenn Sie sich an einen Tarif mit günstigen Gaspreisen binden, jedoch nicht jederzeit zu einem günstigeren Anbieter wechseln können, kann das Ihre Ersparnisse mindern. Ein Gasanbieterwechsel sollte jederzeit möglich sein.

Auch die monatliche Grundgebühr entscheidet über einen Wechsel. Wenn Sie durch einen Gasrechner einen kostengünstigen Anbieter gefunden haben, sollten Sie sich zunächst den Gastarif genauestens ansehen. Denn ein Tarif setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen:

  • Monatliche Grundgebühr: Diese Gebühr wird separat von Verbrauch pro kWh abgerechnet
  • Preis pro kWh: Dieser Preis ist abhängig vom Verbrauch

Beim Vergleich der Tarife auf dem Gasmarkt sollten Sie daher nicht nur auf den Preis pro Kilowattstunde, sondern auch auf andere Faktoren wie die Grundgebühr achten. Außerdem können Sie Gas Kosten sparen, wenn Sie vor der Heizperiode den Anbieter wechseln und der herkömmlichen Gaspreiserhöhung in den Herbstmonaten entgehen.

Gaskosten: Vergleich der Tarife auf dem Gasmarkt

Gas Kosten in Deutschland

Im August 2017 sind die Erdgaspreise so tief gesunken wie zuletzt 2005. Der Preis pro kWh lag bei 5,76 Cent – und auch weiterhin ist mit niedrigen Gaspreisen zu rechnen. Bei diesen Preisen liegt der jährliche Verbrauch für einen Haushalt mit Gasheizung bei 22.000 Kilowattstunden und bei etwa 1160 Euro. Damit liegen die Gas Kosten etwa vier Prozent unter dem Niveau von 2016. In den letzten vier Jahren sind die Kosten für Gas sogar um 16 Prozent gesunken.

Mit einem regelmäßigen Preisvergleich lassen sich die Heizkosten erheblich senken. Denn zwischen den Gasanbietern herrscht oft eine enorme Preis-Spanne. Anders als Stromanbieter können Gasanbieter niedrige Beschaffungskosten in ihre Preise für Gas (Erdgas, Ökogas, Biogas) einfließen lassen – davon profitieren die Gaskunden. Privathaushalte mit Gasheizungen sollten also regelmäßig Preise vergleichen und beobachten, welche Anbieter am besten abschneiden.

Noch ein kleiner Tipp: Mit Gas lässt sich auch der Stromverbrauch reduzieren. Wenn Sie beispielsweise für die Erwärmung von Wasser Strom nutzen, wie beispielsweise elektrisch betriebene Durchlauferhitzer, können Sie auf Gas umstellen und Ihre Stromkosten senken.