Flüssiggas spielt in unserem Alltag eine wichtige Rolle und kommt vielfach zum Einsatz. Dabei wird es häufig gar nicht bewusst als Energielieferant wahrgenommen, sondern ganz beiläufig genutzt.

Das Flüssiggas, umgangssprachlich auch LPG (Liquefied Petroleum Gas) genannt, setzt sich je nach Einsatzgebiet in einem unterschiedlichen Mischverhältnis aus den Kohlenwasserstoffen Propan und Butan zusammen. Sowohl private, als auch gewerbliche Endverbraucher profitieren von den Eigenschaften des Flüssiggases.

Eigenschaften der Flüssiggase

Flüssiggas: Chemische Zusammensetzung von Propan

Bei den Flüssiggasen Propan und Butan handelt es sich um organische Verbindungen, die der Gruppe der gesättigten Kohlenwasserstoffe zugeordnet werden. Diese werden auch als Paraffine oder Alkane bezeichnet.
Der Aggregatzustand bei normaler Raumtemperatur und Luftdruck ist gasförmig, allerdings lässt sich Flüssiggas schon bei geringem Druck verflüssigen und dadurch sehr leicht lagern und transportieren.
Farb- und Geruchslosigkeit zählen zu weiteren Eigenschaften. Damit der Mensch Flüssiggas trotzdem wahrnehmen kann, wird bei der Verarbeitung ein Duftstoff zugeführt.

In unserem Artikel „Woher kommt Flüssiggas?“ gehen wir näher auf die Gewinnung und die weitere Verarbeitung von Flüssiggas ein.

Aufgrund der vergleichsweise einfachen Handhabung beim Abfüllen und dem Transport werden Propangas und andere Varianten für zahlreiche Bereiche eingesetzt. Eine Besonderheit ist die Verbrennungsgeschwindigkeit. Sie fällt im Vergleich zur Ausströmgeschwindigkeit in der Luft niedriger aus. Dadurch kann ein Flammenrückschlag in den Behälter zur Aufbewahrung ausgeschlossen werden. Eine sichere Nutzung ist insofern vergleichsweise einfach möglich.

Auch die Zündgrenzen liegen bei Flüssiggasen sehr eng beieinander. Im Gegensatz zu Erdgas ist die Gefahr einer Explosion deutlich geringer und die Sicherheitsvorkehrungen weniger aufwendig. Liegt das Gemisch unterhalb der Zündgrenze von 2,1 Vol. % für Propan und 1,5 Vol. % für Butan, dann ist das Gemisch für eine Verbrennung zu mager. Liegt es über 9,5 Vol. % für Propan und 8,5 Vol. % für Butan, dann ist das Gemisch wiederum zu fett für eine Verbrennung.

Einsatzgebiete von Flüssiggas

Der größte Einsatzbereich von Flüssiggas liegt im Heizen und Kochen. Gerade zum Heizen bietet sich dieser Energieträger aufgrund seiner sicheren Handhabung und der geringen Flüssiggaskosten an.

Flüssiggasbehälter

Für Flüssiggasanlagen werden unterschiedlich große Abfüllmengen angeboten. Üblicherweise werden Behälter in Form von großen Flüssiggastanks durch spezielle Tankfahrzeuge befüllt. Diesen Service bieten Flüssiggasanbieter wie meinflüssiggas an. Außerdem sind im Handel deutlich kleinere Abfüllmengen in Form von Flaschengas erhältlich.

Heizen mit Flüssiggas gehört inzwischen zu den weit verbreiteten Heizformen. Für diesen Energieträger spricht unter anderem, dass der Ausstoß von CO2 geringer ist und weniger Feinstaub als bei anderen Energieträgern entsteht. Wenn Sie also eine sichere und erprobte Form des Heizens suchen und dabei gleichzeitig auch zum Schutz der Umwelt beitragen möchten, dann ist Flüssiggas eine sehr gute Lösung.
Es kann zum Beispiel in Blockheizkraftwerken zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt werden.

In der Landwirtschaft kommt verflüssigtes Gas beispielweise bei der Düngung zum Einsatz und auch verschiedene Industriezweige sowie Handwerksbetriebe nutzen es. Die Eigenschaften der flüssigen Gase dienen zudem auch als Hilfsmittel bei der Metallbearbeitung. Ebenso wird es bei verschiedenen Trocknungsprozessen eingesetzt.

Hier sehen Sie wichtige Anwendungsbereiche von Flüssiggas auf einen Blick:

  • Heizen: vom Eigenheim bis hin zum gewerblich genutzten Gebäude
  • Kochen: privat und in der Gastronomie
  • Warmwasser: vor allem bei Schwimmbädern, aber auch in Wohnanlagen
  • Industrie: bei der Metallbearbeitung und dem Trocknen von Beton oder Papier
  • Landwirtschaft: zum Düngen in Gewächshäusern und Trocknen von Erzeugnissen
  • Antrieb: für Autos, Heißluftballons, Pumpen und Turbinen

Verwendung von Flüssiggas im Alltag

In kleinen Mengen wird Flüssiggas in Haushalten und der Gastronomie zum Kochen verwendet. Gerade in Asien und Südeuropa ist das Kochen mit Flüssiggas weit verbreitet und wird als Alternative zum Strom gerne genutzt.

Flüssiggas beim Kochen

Wie bereits erwähnt, gehört Flüssiggas auch zu den Heizmöglichkeiten und findet hier eine immer größere Bedeutung. Um beim Heizen von Gebäuden die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, sollten Sie sich über die aktuellen Flüssiggaspreise auf dem Laufenden halten und gegebenenfalls den Gasanbieter wechseln. Wer seinen Gastank im Sommer befüllt, der profitiert häufig von niedrigeren Preisen und einem schnellen Service. Dies kann zusätzlich Heizkosten sparen.

Feuerzeuge verwenden reines Butangas als Heizquelle. Beinahe alle handelsüblichen Feuerzeuge werden mit diesem Gas befüllt und haben den Vorteil, dass auch bei Temperaturen im Minusbereich die reine Handwärme ausreicht, um eine Vergasung zu erreichen.

Genießen Sie im Sommer bei hohen Temperaturen die Klimatisierung von Räumen? Auch hier kommt Flüssiggas inzwischen häufig zum Einsatz, denn es wird gerne als alternatives Kältemittel zum FCKW verwendet.
Propan und Butan werden zudem als Autokraftstoff genutzt. Sogenanntes Autogas LPG ist eine wichtige und preislich attraktive Alternative zu Benzin.

Sicherheitsbestimmungen für Flüssiggas

Sicherheitsbestimmungen von Flüssiggas

Die Sicherheitsbestimmungen für Flüssiggasanlagen sind in den Technischen Regeln für Flüssiggas, kurz TRF, zusammengefasst. Sie regeln unter anderem die Bestimmungen, die für die Installation und Inbetriebnahme der Anlagen gelten.

Da es sich um überwachungsbedürftige Anlagen handelt, müssen sie vor der Nutzung von einer zugelassenen Überwachungsstelle abgenommen werden. In regelmäßigen Abständen ist außerdem eine Überprüfung der Anlage notwendig. Alle zwei Jahre ist die Äußere Prüfung durch eine befähigte Person nach Betriebssicherheitsverordnung durchzuführen. Die Innere Prüfung des Behälters ist alle 10 Jahre durch einen Sachverständigen einer Zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) erforderlich. Die Äußere Tankprüfung können Sie als Kunde von meinflüssiggas hier beauftragen.

Auch für den Transport gibt es Regeln, die so genannten ADR-Bestimmungen. Sie tragen ebenfalls zu einem hohen Sicherheitsstandard in Deutschland bei. Aufgrund der niedrigen Verbrennungsgeschwindigkeit und dem kleinen Zündbereich gilt flüssiges Gas jedoch als sehr sicher.

Für den Einsatz kleiner Gasflaschen in Privathaushalten gelten neben den gängigen Sicherheitsvorkehrungen keine besonderen Bestimmungen. Bei der Verwendung können Sie sich an den Angaben des Gasanbieters orientieren und die Sicherheit durch einen bereitstehenden Feuerlöscher zusätzlich erhöhen.

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